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Gedanken

Was ein Kind lernt

BabyfüßeEin Kind, das wir ermutigen,

lernt Selbstvertrauen.

Ein Kind, dem wir mit Toleranz begegnen,

lernt Offenheit.

Ein Kind, das Aufrichtigkeit erlebt,

lernt Achtung.

Ein Kind, dem wir Zuneigung schenken,

lernt Freundschaft.

Ein Kind, dem wir Geborgenheit geben,

lernt Vertrauen.

Ein Kind, das geliebt und umarmt wird,

lernt zu lieben und zu umarmen und die

Liebe dieser Welt zu empfangen.

Der kleine Junge - Märchen für Erwachsene

Es war einmal ein kleiner Junge, der die Schule anfangen sollte. er war ein sehr kleiner Junge. Es war aber eine große Schule. Er musste viele Treppen steigen und durch einen langen Korridor gehen, um in sein Klassenzimmer zu gelangen. Eines Tages, als der Junge eine Weile die Schule besucht hatte, sagte die Lehrerin: „Heute werdet ihr zeichnen und malen!“.  „Gut!“, dachte der kleine Junge. Er liebte es Löwen, Tiger, Küken, Kühe, Züge und Autos zu zeichnen und zu malen. Er holte seine Farbstifte hervor und fing an zu malen. Aber die Lehrerin sagte: „Wartet, ihr dürft noch nicht anfangen.“ Und sie wartete bis alle bereit waren zuzuhören. „Wir werden Blumen malen!“, sagte die Lehrerin. „Gut!“, dachte der kleine Junge. er malte sehr gerne wunderbare Blumen mit seinen rosa, orangenen und blauen Farbstiften. Die Lehrerin sagte aber: „Wartet! Ich werde sie euch zeigen.“ Und sie malte eine Blume an die Tafel. Sie war rot mit einem grünen Stiel. „Jetzt könnt ihr anfangen!“, sagte die Lehrerin. Der kleine Junge sah die Blume der Lehrerin an. Dann sah er seine Blumen an, die ihm viel besser gefielen. Das sagte er aber nicht. er nahm nur ein neues Blatt Papier und malte eine Blume, genau so wie die Lehrerin. Eine Rote mit grünem Stiel. An einem anderen Tag schlug die Lehrerin vor, dass die Kinder mit Ton arbeiten sollten. „Gut!“, dachte der kleine Junge. Er arbeitete sehr gerne mit Ton. Er konnte viele Sachen machen; Schlangen, Schneemänner, Elefanten und Mäuse. Und gleich als er seinen Tonklumpen bekam, fing er an zu formen. „Wartet!“ Ihr dürft noch nicht anfangen. Wir werden alle Teller machen.“, sagte die Lehrerin. Der kleine Junge sah den Teller der Lehrerin an, dann sah er seine eigenen Tiere an, die ihm viel besser gefielen. Das sagte er aber nicht. Er knetete aber alles wieder zu einem Klumpen zusammen und formte genau so einen Teller wie die Lehrerin. Bald lernte der kleine Junge zu warten, zuzuhören und genau hinzusehen und alles zu machen, wie die Lehrerin es ihm zeigte und bald konnte er nichts mehr selbstständig machen. Es geschah dann, dass die Familie des Jungen in eine andere Stadt zog und der kleine Junge musste in eine neue Schule gehen. Diese Schule war noch größer als die alte Schule und der kleine Junge musste eine Menge Stufen hochsteigen und durch einen noch längeren Korridor gehen, um zu seinem Klassenzimmer zu kommen. Am ersten Tag in der neuen Schule sagte die Lehrerin: „Heute werdet ihr zeichnen und malen!“ „Gut!“, dachte der Junge und wartete darauf, dass die Lehrerin ihm erklärt, was er tun sollte. Die Lehrerin sagte aber nichts, sondern ging umher und sprach leise mit den Kindern. Als sie zu dem kleinen Jungen kam, sagte sie: „Willst du nicht auch ein Bild malen?“ „Doch!“, sagte der kleine Junge. „Was soll ich malen?“ „Das weiß ich erst, wenn du es gemacht hast.“, sagte die Lehrerin. „Wie soll ich dann mein Bild machen?“, fragte der Junge. „Du kannst es machen genau wie du willst.“, sagte die Lehrerin. „Aber welche Farben soll ich benutzen?“, wollte der Junge wissen. „Welche du willst.“, sagte die Lehrerin. Und sie fuhr fort: „Wenn alle die gleichen Sachen malen würden, könnte ich ja eure Zeichnungen nicht voneinander unterscheiden. Wie weiß ich dann, wer was gemacht hat?“ „Ich weiß nicht, sagte der kleine Junge.

 

Und der kleine Junge fing an eine Blume zu malen.

Sie war rot mit einem grünen Stiel.

 

Malen

 

(Ursprung unbekannt)

Von Kindern lernen

Überall ist WunderlandKinder

Kinder sind Augen, die sehen,

wofür wir längst schon blind sind.

Kinder sind Ohren, die hören,

wofür wir längst schon taub sind.

Kinder sind Seelen, die spüren,

wofür wir längst schon stumpf sind.

Kinder sind Spiegel, die zeigen,

was wir gerne verbergen.

 

(Rolf Zuckowski)

 

Jesper